Bislang hat KI vieles durcheinandergewirbelt – und verspricht gleichzeitig so viel. Doch wie gestalten wir heute Innovationen, die sinnvoll für Menschen, wirkungsvoll für Unternehmen und tragfähig für den Planeten sind?
Wie machen Sie eigentlich Innovation?
In meinen Führungskräftetrainings entstehen die spannendsten Gespräche oft nach dem offiziellen Teil: beim Abendessen, einem Spaziergang oder beim Feierabendgetränk an der Bar. Dann geht es selten nur um Inhalte des Tages – sondern um das, was wirklich bewegt: Orientierung, Verantwortung, Veränderung.
Wenn ich dann von meinen Erfahrungen aus fast 20 Jahren Innovationsbegleitung erzähle – mit Unternehmen überall auf der Welt – stelle ich gern eine einfache Frage: Wie machen Sie eigentlich Innovation in Ihrem Unternehmen? Oft folgt ein kurzes Innehalten. Und dann eine Antwort irgendwo zwischen: „Projektbasiert." – „Wenn Zeit ist." – „Eher klassisch." – oder auch: „Gar nicht so richtig."
Kein Wunder. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten mit Kostendruck, Fachkräftemangel und Unsicherheit rutscht Innovation schnell nach hinten. Oder sie wird zur Buzzword-Kulisse. Dabei ist jetzt der Moment, sich der Zukunft zuzuwenden. Denn gerade, wenn sich alles ändert, braucht es Mut, Klarheit – und neue Wege, die Zukunft zu gestalten. Nicht umsonst nennt die UNO Kreativität und Innovation eine der entscheidenden Zukunftskompetenzen unserer Zeit – für alle, die aktiv, wirksam und zukunftsfähig bleiben wollen.
Innovation ist kein Luxus. Sondern Zukunftssicherung.
Aber: Wie gelingt das in einer Welt, die immer komplexer wird? In der KI vieles durcheinanderwirbelt – und gleichzeitig so vieles verspricht? Wie gestalten wir heute Innovationen, die sinnvoll für Menschen, wirkungsvoll für Unternehmen und tragfähig für den Planeten sind?
Zwischen Hype und Handlungsdruck
Die Frage nach Innovation und dem richtigen und zeitgemäßen Weg dorthin stellt sich also jeder Führungskraft, die die Zukunft eines Unternehmens mitgestalten möchte. Mit Blick auf die Versprechungen der KI werde ich dabei häufig gefragt: „Was sagst du eigentlich dazu, dass KI jetzt scheinbar alles kann? Braucht es dazu überhaupt noch kreative Teams, Co-Creation-Workshops und Innovationsprozesse?"
Meine Antwort: Mehr denn je.
Denn echte Innovation entsteht im Miteinander. Im Experimentieren, Lachen, Reflektieren. Innovation bleibt eine zutiefst menschliche Fähigkeit. Wie kann eine sinnvolle Verbindung von Innovationsarbeit und KI aber aussehen?
Genau hier zeigt sich das Spannungsfeld, in dem viele Organisationen heute stehen. Auf der einen Seite technologische Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar waren. Auf der anderen Seite Teams, die sich nach Klarheit, Orientierung und echter Wirksamkeit sehnen. Zwischen Tool-Faszination und Innovationsmüdigkeit braucht es heute vor allem eines: einen klugen Umgang mit dem Neuen.
Design Thinking als Rahmen für Innovation
Seit fast 20 Jahren begleite ich Menschen, Teams und Organisationen dabei, mutig Neues zu denken und die Zukunft aktiv zu gestalten. Design Thinking ist dafür ein wunderbares Werkzeug, um neben der inhaltlichen Arbeit an innovativen Produkten und Dienstleistungen, sowohl in eine persönliche Weiterentwicklung jedes Einzelnen als auch in Team- und Organisationsentwicklung hin zu mehr Mensch-orientiertem, kreativem und agilem Arbeiten zu investieren.
In hunderten Workshops und Projekten weltweit habe ich dabei immer wieder eines gelernt: Wirkliche Innovation entsteht nicht durch Methoden allein, sondern durch Menschen, die bereit sind, sich auf neue Denk- und Arbeitsweisen einzulassen.
Design Thinking bietet dafür einen kraftvollen Rahmen. Es schafft Raum für Neugierde, Zusammenarbeit, Empathie und mutige erste Schritte. Und es hilft dabei, Komplexität zu strukturieren, ohne sie zu banalisieren. Gerade in einer Zeit, in der sich vieles radikal verändert.
Welche Rolle spielt dabei nun die KI?
Künstliche Intelligenz kann dabei große Unterstützung sein – wenn sie sinnvoll eingesetzt wird. Wenn sie Menschen nicht ersetzt, sondern im deren kreativem Arbeiten unterstützt, an den richtigen Stellen unterstützt:
- als Rechercheprofi mit Zugang zu nahezu unbegrenztem Wissen beim Erforschen und Verstehen des Problemraumes
- als Strukturgeber und Mustererkenner bei der Synthese und Analyse der gesammelten Recherche-Daten
- als unermüdlicher und radikaler Ideengenerator bei Brainstorming
- oder als schneller und kreativer Booster beim Visualisieren und Prototypen erster Lösungskonzepte
Aber: Ohne die Neugier, Intuition und Erfahrung echter Menschen geht's (noch) nicht. Innovation entsteht nicht durch Algorithmen, sondern im Miteinander. KI kann viel. Aber sie braucht Menschen, um Relevanz, Haltung und Richtung zu finden.
Die passende Verbindung.
Ich glaube fest daran: Es braucht Formate, in denen beides Platz hat. Mensch und Maschine. Reflexion und Tempo. Denken und Handeln. Genau das war der Antrieb für die Entwicklung von DesAIgn Thinking: vier Formaten, die zeigen, wie sich KI und Design Thinking sinnvoll ergänzen lassen.
Die Formate richten sich an unterschiedliche Zielgruppen – von neugierigen Einsteiger:innen bis hin zu erfahrenen Coaches und Teams mit konkreten Herausforderungen. Was sie verbindet:
- Sie schaffen Raum für echtes Erleben und Erproben.
- Sie setzen auf Reflexion, nicht nur auf Aktion.
- Sie zeigen, wie KI helfen kann, aber nicht alles ersetzt.
Vier Formate. Ein Ziel: Zukunftsfähige Innovation.
- DesAIgn Thinking Starter
- DesAIgn Thinking Bootcamp
- DesAIgn Thinking Werkstatt
- DesAIgn Thinking Labor
Innovation neu denken.
Ich bin überzeugt: KI wird unsere Arbeitswelt stark verändern. Aber nicht als Ersatz, sondern als Verstärker unserer kreativen, kollaborativen Fähigkeiten. Damit das gelingt, braucht es Menschen, die bereit sind, sich auf Neues einzulassen – und Formate, die genau das unterstützen.
DesAIgn Thinking ist mein Beitrag dazu. Vielleicht ist es auch Ihrer.