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Neue Arbeitswelten

Gestaltung von New Work im Kontext neuer Arbeitswelten

New Work und die vielfältigen Auswirkungen

Oftmals werden neue Arbeitswelten im Zusammenhang mit New Work genannt. Hierbei handelt es sich um prinzipiell „veränderte Schwerpunkte“ im Arbeitsalltag bzw. in der Unternehmensführung.

Merkmale von New Work:

  • „Multi-Space“ Büros gestalten Lebensräume für unterschiedliche Bedürfnisse
  • Haltung „Y“ hat Vertrauen in den Menschen, dass er von sich aus engagiert, motiviert und leistungsorientiert ist
  • Multiple Organisationsformen die Innerhalb einer Organisation das jeweils beste Betriebssystem zur Wertschöpfung zulassen
  • Neue Formen der Arbeit und Kooperation, wie etwa Freelancer, Interimsmanager und Zeitarbeitsfirmen
  • Kreativität und Agilität über Netzwerkstrukturen und crossfunktionale Teams entsteht viel Spielraum für Kreativität und Innovation

Diese Prinzipien bieten einen additiven Rahmen:

  • Freiheit (Schaffen von Freiräumen, Angstfreie Kultur, starke Vernetzungen innerhalb der Organisation)
  • Selbstverantwortung (Förderung der Selbstorganisation, Anpassung der Budget-Autoritäten, Etablieren von Beteiligungsmodellen)
  • Sinn („Arbeit, die man will“, Adaption von Strukturen und Prozessen)
  • Entwicklung (Kollektives Lernen, Selbstreflexion der Organisation, Etablieren gemeinsamer Entscheidungsstrukturen)
  • Soziale Verantwortung (Ökologische und soziale Nachhaltigkeit, Regionales Engagement, Prinzip des Ehrbaren Kaufmanns)

Wir nennen diesen Zusammenhang „Workplace Change“.  Dies ist eine ganzheitliche Herangehensweise für das Zusammenwirken der räumlichen Gestaltung von Arbeitswelten mit guten und neuen Formen des gemeinsamen Arbeitens aus „New Work“ und der Gesunden Organisation.

Der Umzug in ein neues Gebäude oder einen anderen Gebäudeteil, neu zusammengestellte Teams oder das Errichten komplett neuer Geschäftseinheiten sind Anlässe, um die Raumsituation zu überdenken.

Gedanken zu der Nutzung von Räumlichkeiten führt schnell zu Überlegungen zum generellen Nutzen des Raums. Was sollte und kann in Räumlichkeiten stattfinden? Der Raum wirkt auf die Organisation und auf die Menschen darin. Er befördert oder blockiert gute Prozesse, Kommunikation und Kooperation.

Reflect Neue Arbeitswelten

Warum Neue Arbeitswelten?

Morgens im Scrum Stand-up, dann Video-Konferenz mit dem Kunden, Mitarbeiterbesprechung unter vier Augen, Design-Thinking im Team bis zum frühen Nachmittag, und dann nochmals Rückzug für die Arbeit an einem Konzept …. so wechseln sich Formate der Arbeit und Zusammenarbeit schnell ab.

Und so unterschiedlich sind die Anforderungen an den Raum. Räume müssen heute alle diesen verschiedenen Arbeits-Formaten gerecht werden, die Möglichkeiten dafür bieten und sich flexibel nutzen lassen.

Die Realität sieht dagegen anders aus. Räume sind sehr oft von wirtschaftlicher Rationalität geprägt und überlagern die Lebens- und Arbeitsqualität der Menschen, die dort arbeiten. Das führt zu Reibungsverlusten und ist mehr Potenzialverhinderung als Potenzialentfaltung.

Indikatoren dafür sind innere Kündigungen, Depressionen und tatsächliche Kündigungen, die mit einer erhöhten Personalfluktuation einhergehen. Schätzungen zu Folge reicht der Verlust an die 50% der Personalkosten.

New Work und neue Arbeitswelten mit der Gesunden Organisation

Der Umgang miteinander und der Raum als Umgebung haben Einfluss und Auswirkungen auf die Arbeitsergebnisse. Alle Dimensionen, die wir im Konzept der Gesunden Organisation bereits vorgedacht haben, entfalten eine Wirkung und Wechselwirkung im Raum. Im Einzelnen sind dies:

Beziehungen auf Augenhöhe:

Einzelbüros können überhebliche Beziehungen befeuern. Das Gemeinschaftsgefühl tritt in den Hintergrund, Informationen werden nicht offen ausgetauscht. Der Klassiker: die luxuriöse Chefetage, in die der Mitarbeiter aus den unteren Etagen zur Entgegennahme von „Feedback“ zitiert wird.

Gemeinschaftliche Kultur:

Um eine gemeinschaftliche Kultur zu schaffen, muss Kultur als Bestandteil des täglichen Lebens reflektiert werden. Hierarchieübergreifende Räume zum sozialen Austausch, gemeinsame Essensmöglichkeiten oder Bewegungsangebote fördern eine gemeinschaftliche Kultur. Ein cooles Sofa bringt nichts, wenn es vermeintlich nicht genutzt werden darf, da ja der Eindruck entstehen könnte, dass man darauf nichts arbeite. Wichtig deshalb – vor allem in stark hierarchisch geprägten Unternehmen: Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran und nutzen die Möglichkeiten, welche die neuen Arbeitsräume bieten.

Leistungsfähige Mitarbeiter*innen:

Jeder Mensch ist anders. Das nennt man persönliche Präferenzen. Und jeder hat im Laufe eines Arbeitstages unterschiedliche Aktivitäten – wie konzentrierte Arbeit, Telefonieren, Gespräche etc. Das nennt man Arbeitsmodi. Intelligent gestaltete, multifunktionale Räume werden diesen unterschiedlichen Präferenzen und Arbeitsmodi gerecht. So entfalten Mitarbeiter volles Potenzial und Leistungsfähigkeit.

Adaptive Strukturen:

Das Unternehmen wirkt träge und reagiert nur langsam auf Marktveränderungen. Bürokratische Strukturen bestimmen den Arbeitsalltag.
Für raschen Austausch untereinander und schnelle, kompetente Entscheidungen, die nah am Markt getroffen werden, eignen sich crossfunktionale Teams in Projekt- oder Netzwerkstrukturen. Räume und Arbeitsplätze können dies ermöglichen. Diese Räume atmen, so dass kleinere wie auch größere Teams immer den richtigen Platz für Austausch und Miteinander finden.

Agile Prozesse:

Agiles Arbeiten benötigt Visualisierung, Iterationsschleifen und workshopähnliche Arbeitsmöglichkeiten. Mal schnell einen „Design Thinking Workshop“ oder eine Retrospektive durchführen, benötigt Platz, der oft nicht vorhanden ist und dadurch agiles, kreatives Arbeiten verhindert. Einzel- oder Zweierbüros sind dafür völlig ungeeignet. Größere Visualisierungen durch Scrum- oder Kanbanboards sind nur in offenen Räumen mit entsprechendem Material zu leisten.

Markt- und ressourcenorientierte Strategie:

Strategie ist die Gesamtheit aller Aktivitäten der Organisation zur nachhaltigen Erreichung des Organisationszwecks sowie der daraus abgeleiteten Ziele. Eine nachhaltige Strategie ist unglaubwürdig, wenn sie sich nur auf dem Papier, nicht aber in der Realität, bspw. durch die Nachhaltigkeit des Gebäudes, wiederspiegelt. Der strategisch oft proklamierte Satz „Der Mitarbeiter steht bei uns im Mittelpunkt“ kann hier ebenso deutlich werden, wie eine durchdachte Kundenzentrierung, die sich im Aufbau des Gebäudes manifestiert. Auch die Wahl des Unternehmensstandorts kann ein deutliches Zeichen setzen.

Balancierte Führung:

Eine Klammer um die genannten Dimensionen bildet Führung. Sie ist das Bindeglied der Dimensionen und in und mit Führung gestalten sich auch die Wechselwirkungen zum Raum. Führung wird zu einer „Balancierten Führung“, wenn diese als Unterstützung zur Selbstführung, für konstruktive Arbeitskontext und Potenzialentfaltung eingesetzt und Führung als Dienstleistung verstanden wird.

New Work und neue Arbeitswelten mit der Gesunden Organisation

  • Kulturanalyse – Kennenlernen der bestehenden Unternehmenskultur und der gewünschten Soll-Kultur („Umgang“) im Hinblick auf die bevorstehenden räumlichen Veränderungen.
  • Zielbild-Workshop – Zusammenführen der Vorstellungen der relevanten Verantwortlichen mit dem Ergebnis, ein klares Zielbild für die Zukunft zu entwickeln. Wichtige Dimensionen sind neben dem Raum die Strategie des Unternehmens, der strukturelle Aufbau (wer arbeitet mit wem wie zusammen?), die Prozesse sowie die Integration der Führungskräfte.
  • Datenerhebung – Erhebung aller relevanter (Raum-) Daten durch quantitative (Fragebogen) und qualitative (Interviews, Beobachtungen) Verfahren mit dem Ziel, eine fundierte, faktenbasierte Ausgangsbasis für das weitere Vorgehen zu schaffen.
  • Kick-off Workshop – Präsentation der Ergebnisse aus der Datenerhebung inkl. Empfehlungen zur Priorisierung und dem weiteren Vorgehen. Konkretisierung einzelner Maßnahmen zur Zielerreichung und Abstimmung eines Fahrplans für den Gesamtprozess.
     
  • Stakeholder-Management – Die Reaktionen der Betroffenen auf  Veränderungen können höchst unterschiedlich sein. Wir unterstützen durch effizientes und nachhaltiges Stakeholdermanagement damit alle Interessengruppen nutzbringend eingebunden werden und somit das Veränderungsmanagement aktiv gestaltet wird.
  • Change-Kommunikation – Gute und umfassende Kommunikation von Beginn an ist absolut unentbehrlich, denn die involvierten Personen müssen ihre Rolle im Veränderungsprozess kennen und verstehen, um sie mitzutragen.
  • Umsetzung – Iteratives Vorgehen gemäß des abgestimmten Fahrplans zur Erreichung des Zielbilds. Enthält diverse Module, die je nach Bedarf zum Einsatz kommen.
  • Evaluation – Durch Pulschecks während des Prozesses wird immer wieder ein Abgleich erzielt, ob die Meilensteine erreicht wurden. Eine Gesamtevaluation am Ende zieht Resumée über das Erreichte und gibt zugleich Ausblick in die Zukunft und die damit verbundenen nächsten Schritte. 

Kundenstimmen.

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